Tetanus
Wundstarrkrampf, führt zu Verkrampfungen der gesamten Muskulatur einschließlich der Atemmuskulatur, kann zum Tod durch Ersticken führen. Trotz aller Erfolge der modernen Intensivmedizin in 40 - 50 % der Fälle tödlich. Überall vorkommende Bakterien; bereits eine kleine Hautabschürfung oder ein kleiner Stich können zur Infektion führen. Oft ist die Ursache der Infektion nicht bekannt (also kein rostiger Nagel im Fuß o.ä.)!
Polio
Kinderlähmung, Virusinfektion die zum Abbau von Nervenfasern und damit zu - oft bleibenden - Lähmungen führt. Kann in der Akutphase durch Lähmung der Atemmuskulatur zu Ersticken führen. Keine Behandlungsmöglichkeiten vorhanden.
HIB
Abkürzung für Bakterien mit dem Namen Hämophilus influenzae Typ B, bis zur Einführung der Impfung vor ca. 20 Jahren verantwortlich für 2/3 aller bakteriellen Hirnhautentzündungen im Säuglings- und Kleinkindesalter. Die Sterberate liegt selbst bei frühzeitiger Behandlung der Hirnhautentzündung bei fünf bis zehn Prozent.
Unter anderem ist HIB aber auch Ursache von Kehldeckelentzündungen (Epiglottitis),
die zum Erstickungstod führen.
Hepatitis-B
Infektion im Wesentlichen durch Sexualkontakt aber auch Schleimhautkontakt/Speichel ausreichend ("Knutschorgien" in Pubertät genügen!), Zahnbürste eines infizierten Kindes im Kindergarten, Fixernadel im Sandkasten...
ansteckende Leberentzündung. In Deutschland stecken sich pro Jahr schätzungsweise 50.000 Menschen mit Hepatitis B an, weltweit sterben jährlich ca. 6 Millionen Menschen an Hepatitis B. Sechzig Prozent aller Leberkrebse entstehen durch Hepatitis B.
Bei ca. zehn Prozent der erwachsenen Infizierten wird die Erkrankung chronisch, das heißt, sie heilt nicht mehr aus. Bei Säuglingen und Kleinkinder liegt die Chronifizierungsrate je nach Alter bei 30 - 90 % - je jünger, umso gefährlicher!
In ca. 25 Prozent dieser Fälle wird die Leber einen bleibenden Schaden zurückbehalten.
Bei einigen führt die Erkrankung dadurch zum Tode. Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich.
Mumps
("Ziegenpeter"). Das Mumps-Virus befällt nicht nur die Ohrspeicheldrüse (außerdem häufigste Ursache für erworbene Ertaubung im Kindesalter), sondern auch die Hoden (häufigste Ursache für Sterilität beim Mann nach der Pubertät, aber auch immer wieder bei der Frau). Bei jedem 10. Erkrankten treten auch Komplikationen des Zentralnervensystems auf, in 5 bis 10% Hirnhautentzündung (Meningitis).
Röteln
Während die Röteln bei Erkrankten extrem selten zu Komplikationen führen (gefährliche Folgeerkrankung progressive Rötelnpanenzephalitis mit fortschreitenden intellektuellen und psychischen Veränderungen bis hin zu epileptischen Anfällen), sind Babys im Mutterleib besonders gefährdet. Bei der Rötelnembryopathie kommt es zu Schädigungen des ungeborenen Kindes bei einer Infektion der ungeschützten Mutter während der Schwangerschaft. Zu 25% sind schwere Dauerschäden an Auge, Herz und Gehirn zu befürchten. Man schätzt, dass noch immer jährlich etwa 100 behinderte Kinder zur Welt kommen und weitere 1000 abgetrieben werden wegen einer Rötelninfektion.
Pneumokokken
Pneumokokken sind Bakterien, die neben Lungenentzündung (="Pneumonie", daher der Name) auch viele weitere Infektionen hervorrufen können. Mittelohrentzündungen und Hirnhautentzündungen gehören zu den Wichtigeren. Besonders die Hirnhautentzündung gehört zu den gefürchteten Erkrankungen, da oft Folgeschäden auftreten, sofern diese schwere Erkrankung überhaupt überlebt wird. Ein besonders erhöhtes Risiko für diese Infektionen besteht für Frühgeborene vor der 37. Schwangerschaftswoche, Säuglinge mit Gedeihstörungen, Krampfanfällen, neurologischen Erkrankungen und Kinder mit chronischen Krankheiten z. B.. Asthma, Diabetes u.v.a.m.
Der Erkrankungsgipfel liegt im Säuglings- und Kleinkindesalter, momentan erkranken bundesweit jährlich ca. 300 Kinder unter 5 Jahren
Zunehmend werden Resistenzen (Unempfindlichkeit) gegen Antibiotika beobachtet, so dass in diesen Fällen Pneumokokkeninfektionen nicht mehr angemessen behandelt werden können. Der einzige Schutz gegen diese resistenten Erregerstämme ist die Impfung!
Meningokokken
Bakterien, die für besonders rasant verlaufende, fast stets lebensbedrohende Erkrankungen verantwortlich sind: Blutvergiftungen ("Sepsis") und Hirnhautentzündungen.
Am häufigsten erkranken Kinder in den ersten fünf Lebensjahren (je jünger, desto häufiger), ein zweiter Erkrankungsgipfel ist bei Jugendlichen zu beobachten. Im Schnitt kommt es zu ca. 700 schweren Erkrankungen jährlich (BRD).
Die Impfung schützt nur gegen Typ C der Bakterien, gegen Typ A und B gibt es keine routinemässige Impfung. Die meisten Erkrankungen in Deutschland werden durch Typ B verursacht. Typ C bedingt in NRW ca. 10-15% der Meningokokkeninfektionen!
Windpocken
Auch Wasserpocken genannt, wegen der flüssigkeitsgefüllten Bläschen. Massive Verläufe können bei Ekzemerkrankungen auftreten. Die Infektion einer Schwangeren kurz vor der Geburt, selten auch in der früheren Schwangerschaft, kann für das Kind bedrohlich verlaufen. Abwehrgeschwächte Patienten (AIDS, zytostatische Krebstherapie, schwere Immunerkrankungen) können lebensbedrohlich erkranken. Ansonsten ganz überwiegend harmlose, oft nicht einmal fiebrige Verläufe. Medizinisch bedenkliche Verläufe - außer bei schwerer Ekzemerkrankung - sehr selten. Da die Patienten für eine Woche ansteckend sind, zumindest für Schulkinder gelegentlich ein Problem.
Rotaviren
Erreger einer meist heftig verlaufenden Form einer Magen-Darm-Virusinfektion. Kommt mit blutig-wässrigen Stühlen, starken Bauchschmerzen und oft höherem Fieber fast an Salmonellen-Infektionen heran. In den ersten beiden Lebensjahren nicht so selten Grund für eine Krankenhausbehandlung mit Infusionen.
Die Kosten für die (je nach Impfstoff zwei- oder dreimalige Schluckimpfung), ca. 180 €, werden von etlichen, aber längst nicht von allen Krankenkassen übernommen, da bisher nicht im Empfehlungskatalog der STIKO, also: Versicherung anrufen und fragen.
Seit Einführung der Impfung ist die Anzahl an Krankenhausbehandlungen in Österreich um 73% zurückgegangen.
Entsprechende Statistiken liegen für Deutschland noch nicht vor
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Alter |
Impfung (jede Zeile bedeutet einen einzigen Pieks) |
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3. Lebensmonat |
Diphtherie/Tetanus/Polio/HIB/Keuchhusten/Hepatitis-B ("6er-Impfung") Pneumokokken Rotavirus-Impfung (bisher noch keine STIKO-Empfehlung!) |
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4. Lebensmonat |
Diphtherie/Tetanus/Polio/HIB/Keuchhusten/Hepatitis-B ("6er-Impfung") Pneumokokken Rotavirus-Impfung (bisher noch keine STIKO-Empfehlung!) |
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5. Lebensmonat |
Diphtherie/Tetanus/Polio/HIB/Keuchhusten/Hepatitis-B ("6er-Impfung") Pneumokokken Rotavirus-Impfung (bisher noch keine STIKO-Empfehlung!) |
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15. Lebensmonat |
Diphtherie/Tetanus/Polio/HIB/Keuchhusten/Hepatitis-B ("6er-Impfung") Pneumokokken Masern/Mumps/Röteln/Windpocken ("MMRV"), |
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15. Lebensmonat |
Masern/Mumps/Röteln/Windpocken ("MMRV") |
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6 Jahre |
Diphtherie/Tetanus/Keuchhusten Masern/Mumps/Röteln/Windpocken ("MMRV") für alle, die noch nicht 2 x geimpft |
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12-15 Jahre |
Diphtherie/Tetanus/Polio/Keuchhusten
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12-17 Jahre |
weitere Impfungen: FSME ("Zeckenimpfung"), Grippe, H1N1 ("Schweinegrippe"), Tuberkulose,
Impfempfehlungen
Wir richten uns weitestgehend nach den Empfehlungen der "STIKO" (ständige Impfkommission),
einem von der Bundesregierung berufenen Gremium von ausgewiesenen Impfexperten.
Impfen und Homöopathie?
verträgt sich prima!!!
Und so sieht der Impfplan (nach STIKO) aus:
Kehlkopfentzündung durch Bakterien, die zum Erstickungstod führen kann,
um die Jahrhundertwende der "Würgengel der Kinder". In der ehemaligen Sowjetunion
recht verbreitet und in wenigen Flugstunden importierbar. Eine auch durch moderne
Intensivmedizin durchaus nicht immer zu beherrschende Erkrankung
Diphtherie
Keuchhusten
"Pertussis", stark ansteckende bakterielle Atemwegsinfektion. Führt zu wochenlangen massivsten vor allem nächtlichen Hustenattacken mit Erbrechen. Nur im ersten Lebensjahr lebensgefährlich aber auch danach noch äußerst unangenehm und belastend für Kind und gesamte Familie.
Masern
Auch heute noch gefährliche Virusinfektion, wenn auch das Infektionsrisiko durch Impfungen reduziert wurde. Eins von Tausend erkrankten Kindern entwickelt eine Hirnentzündung, die nicht selten tödlich verläuft oder mit bleibenden Hirnschädigungen endet.
Weitere Komplikationen der hochfieberhaft verlaufenden Erkrankung sind Lungen- und Mittelohrentzündungen.
"Wir laufen buchstäblich von Camp zu Camp und impfen immer weiter, aber die Masern sind schneller als wir. Im letzten Camp an der Straße erreicht die Krankheit die dort lebenden unterernährten Kinder. Eines von zehn stirbt." (Arzt von ÄRZTE OHNE GRENZEN, Sudan)